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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Putin in Brüssel Tacheles-Gipfel Knut Pries, Brüssel

Bielefeld (ots) - Die Russland-Politik ist ein notorischer Schwachpunkt der EU-Außenpolitik. Die aktuelle Haltung ergibt sich jeweils aus einem Gezurre zwischen Kreml-Verächtern und Kreml-Verstehern. Die einen, Ost- und Mitteleuropäer vor allem, leiten aus der Vergangenheit die Notwendigkeit ab, grundsätzlich Misstrauen zu praktizieren. Die anderen, Deutschland an erster Stelle, pochen auf Verständnis für die Nöte der abgesunkenen Weltmacht. Eine klare Position gegenüber dem Macht- und Demokratiespieler Putin ließ sich daraus bislang nicht entwickeln. Derzeit haben die Vertreter der harten Linie argumentativ Oberwasser. Sowohl beim Protzprojekt "Winter-Olympia unter Palmen" wie beim Klammergriff nach der Ukraine hat Putin für Sympathien kaum Spielraum gelassen. So ist es richtig, dass die EU ihr jüngstes Gipfeltreffen mit der Kreml-Führung unter das Motto "Tacheles" gestellt hat. Es ist ebenso richtig, dass die Angebote zur Kooperation und Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen auf dem Tisch bleiben. Man kann Putin zu Kurskorrekturen nicht zwingen. Man kann aber den Russen - Wirtschaft, Politik, Zivilgesellschaft - demonstrieren, wie lohnend sie wären.

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