Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Affäre um bayerische Resonanzstudie Alte Übung RALF MÜLLER, MÜNCHEN

Bielefeld (ots) - Es wäre ein Treppenwitz der Geschichte, wenn in Berlin entschieden würde, ob ein bayerischer Ministerpräsident im Amt bleiben kann oder nicht. Ein solcher Witz, dass ihn der betroffene Horst Seehofer auch nicht ernst nimmt. In der Affäre um steuerfinanzierte "Resonanzstudien" suchte er auch nicht hinter einem eilends auserkorenen Schuldigen Deckung, sondern übernahm die volle Verantwortung.   Seehofer hat wahrscheinlich nur fortgesetzt, was in Bayern schon viele Jahre Übung war: Die Staatskanzlei, seit über 50 Jahren in der Hand der CSU, ließ regelmäßig untersuchen, wie die Politik der Staatsregierung beim Volk ankommt, selbstverständlich unter Einsatz von Mitteln aus dem Staatshaushalt. Und da CSU gleich Freistaat gleich Staatsregierung war, scherte man sich nicht viel um Abgrenzungsfragen. Seehofer tut verständlicherweise alles, um den Vorgang herunterzuspielen. So sicher kann er aber nicht sein. Denn die  Maßstäbe haben sich seit den Zeiten von Franz Josef Strauß erheblich verändert. Was früher anstandslos durchging, ruft heute vielleicht den Staatsanwalt auf den Plan.

Pressekontakt:

Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de

Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Westfälische (Bielefeld)

Das könnte Sie auch interessieren: