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Neue Westfälische (Bielefeld): Horrorszenario des Hausärzteverbandes Nur falsch verteilt PETER STUCKHARD

Bielefeld (ots) - Den Hausarzt gibt es nicht. Es gibt Radikalinskis, die sich in den Verbänden zusammengeschlossen haben. Die haben ihr Vertragsmonopol, das der schwarz-roten Koalition selig von der bayerischen Regionalpartei CSU abgetrotzt worden ist, zum Teil weidlich genutzt. Die vermutlich bald vor der Pleite stehende bayerische AOK und die in Baden-Württemberg haben sich aus Dummheit oder weil es ja nur um das Geld ihrer Mitglieder ging, auf das Spiel eingelassen. Zusammen haben die beiden Südländer die gute Grundidee der Hausarztverträge mittlerweile ziemlich diskreditiert. Dort wird blendend bezahlt, ohne dass die Patienten etwas davon hätten oder ihre Versorgung besser würde. Solche Hausarztverträge braucht nirgendwo niemand. In der Region gibt es auch nichtorganisierte, alles andere als radikale Hausärzte, die ebenfalls protestieren wollen. Völlig zu Recht. Sie gehören zu den am schlechtesten bezahlten in Deutschland. Wegen süddeutsch-barocker Maßlosigkeit wird das Süd-Nord-Gefälle jetzt sogar noch verschärft, denn sie müssen bei ihren - sinnvolleren - Verträgen Abstriche hinnehmen. Dennoch: Es gibt auch in Zukunft genug Hausärzte. Sie sind nur zwischen Stadt und Land falsch verteilt. Man muss nicht allen Hausärzten mehr Geld geben, damit der Kreis Höxter gut versorgt ist.

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