Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische: Bundestagswahl Merkel zeigt Nerven THOMAS SEIM

Bielefeld (ots) - Nichts von dem, was Kanzlerin Merkel am Tag zwei nach den Landtagswahlen präsentiert, ist neu. Dass sie auch mit nur einer Stimme Mehrheit eine Koalition mit der FDP bilden wird - wer zweifelte daran? Nein, nein. Wenn Merkel vom Podest ihres Amtes steigt und sich in alltägliche Koalitionsdebatten einmischt, dann gibt es nur eine Erklärung: In CDU und Kanzleramt ist seit den Verlusten der Union in Thüringen und dem Saarland die Furcht vor einem Wahldesaster wie 2005 eingezogen. Merkels Strategiewechsel gut drei Wochen vor der Wahl ist nicht ohne Risiko. Sie negiert Erfolge der Großen Koalition - siehe Bewältigung der Finanzkrise (mit SPD-Minister Steinbrück), Kurzarbeiterregelungen gegen Arbeitslosigkeit und Mindestlöhne (mit SPD-Minister Scholz) und sogar die Abwrackprämie (mit SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier) -, die sie bis gestern noch für sich reklamierte. Stattdessen rückt sie mit der FDP wieder näher an die radikalen Steuervorschläge eines Paul Kirchhof heran. Bislang versuchte die SPD vergeblich, Merkel in einen Richtungswahlkampf zu ziehen. Nun hat die Bundeskanzlerin die Flanke geöffnet. Merkel zeigt Nerven. Pressekontakt: Neue Westfälische Jörg Rinne Telefon: 0521 555 276 joerg.rinne@neue-westfaelische.de Original-Content von: Neue Westfälische (Bielefeld), übermittelt durch news aktuell

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