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Neue Westfälische: Brüssel erlässt Robbenhandelsverbot Widerwärtiges Töten GERD NIEWERTH, BRÜSSEL

    Bielefeld (ots) - Auf ein Verbot der kommerziellen Robbenjagd durch die kanadische Regierung hätte die Welt wohl bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten müssen. Obwohl längst mehr als die Hälfte der eigenen Bevölkerung angewidert ist von diesem qualvollen Gewerbe, hält die Regierung in Ottawa ihre schützende Hand über die Zunft der Robbenjäger. Bezeichnend für diesen Starrsinn ist die Reaktion auf den überraschenden Vorstoß des Senators Mac Harb, der kürzlich als erster kanadischer Politiker ein Gesetz zur Beendigung der Robbenjagd forderte. Während überall in der Welt der Mut des Senators gepriesen wurde, stellten sie ihn daheim als "Nestbeschmutzer" an den Pranger. Nun übernimmt die EU das Heft des Handelns, indem sie mit dem EU-weiten Robbenhandelsverbot Tatsachen schafft. Zu Recht sprechen Tierschützer von einem "Todesstoß" für die kanadische Robben-Industrie. Unermüdlich haben sie die Lügen der kanadischen Regierung entlarvt. Ihre Schock-Videos aus dem arktischen Eis beweisen hinlänglich, dass von einer "humanen" Jagd nie die Rede sein konnte. Robben bei lebendigem Leibe das Fell abzuziehen, ist schlicht widerwärtig. Da das EU-Handelsverbot erst nächstes Jahr wirksam wird, kann der Verbraucher schon heute ein Zeichen setzen, etwa indem er die Finger von kanadischen Robbenfell-Mützen lässt.

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