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Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Stuttgart 21

Rostock (ots) - Sechs Wochen Schlichtung sind vorbei in Stuttgart. Was haben sie gebracht? Erstens die Erkenntnis, dass eine Schlichtung einem Konflikt die Schärfe nehmen kann. Für anderthalb Monate gab es keine Auseinandersetzungen mehr, und wenn, dann wurden sie unter dem wachen Auge der Fernsehkameras sachlich ausgetragen. Zweitens die Erfahrung, dass eine Schlichtung nicht immer einen goldenen Mittelweg als Ergebnis haben kann. Das lag hier schon in der Natur der Sache. Man kann keinen halben Bahnhof abreißen und einen halben neuen bauen. Es konnte also am Schluss nicht nur zufriedene Gesichter geben. Und die dritte Erkenntnis: Auch ein brillanter Kopf an der Spitze der Schlichtung kann in einem süddeutschen Rathaussaal keine gesellschaftlichen Grundprobleme der Republik lösen. Und zu denen gehört die direkte Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungen.

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