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Das Erste: Kirchliche Sendungen am Wochenende 1./2. Mai 2010 im Ersten

München (ots) - "Das Wort zum Sonntag" am Tag der Arbeit, Samstag, 1. Mai 2010, spricht um 22.25 Uhr Pfarrer Ulrich Haag aus Aachen. Er erinnert an Martin Luthers Satz: "Der Mensch ist zum Arbeiten geschaffen wie der Vogel zum Fliegen". Ulrich Haag übersetzt dies in die Gegenwart: "Es gehört zur Würde des Menschen, dass er eine Arbeit verrichtet. Es ist genug Arbeit da und es gibt genügend Menschen, die sie tun können. Wir müssen es so einrichten, dass beides zusammenfindet" so Ulrich Haag. Die "Wort zum Sonntag"-Sendung kann unter: www.DasErste.de/Wort nachgelesen oder als Video-Podcast angesehen werden. Live-Chats und Blogs sind dort ebenfalls verlinkt. Redaktion: Andrea Ernst (WDR)

Am Sonntag, 2. Mai 2010, um 13. 15 Uhr folgt die Reportage zum 150. Geburtstag von Theodor Herzels: "Israel zwischen Visionen und Wirklichkeit" Ein Film von Richard C. Schneider Vor 150 Jahren wurde Theodor Herzl in Budapest geboren. Herzl, der österreichische Schriftsteller, Publizist und Journalist, wurde in Paris Zeuge des Dreyfus-Prozesses, bei dem ein jüdischer Offizier der französischen Armee allein aus antisemitischen Gründen verurteilt und degradiert wurde. Er veröffentlichte 1896 seine Schrift "Der Judenstaat", in der er seine Vision eines jüdischen Staates vorstellte, die als Antwort auf den europäischen Antisemitismus gedacht war. In diesem Buch und später noch in dem Roman "Altneuland", entwickelt Herzl die Idee eines demokratischen, pluralistischen Israels, das in Frieden mit seinen Nachbarn lebt, und in dem Rabbiner und Generäle nichts zu sagen haben. Die Wirkung seiner Schriften, vor allem aber die von ihm gegründete Bewegung ("politischer Zionismus", "Kongress-Zionismus"), trugen auch zur Gründung des modernen Staates Israel im Jahr 1948 bei. Was ist 150 Jahre danach aus dieser Vision geworden? Der Film von Richard C. Schneider stellt Herzls Vorstellung der harten Realität von heute gegenüber und fragt nach, was möglicherweise schief gegangen ist in der Entwicklung des Judenstaates. Redaktion: Axel Finkenwirth (BR)

Und um 17.30 Uhr in der Reportagereihe "Gott und die Welt" berichtet Rita Knobel-Ulrich von dem "Rasenden Bischof- Desmond Tutu im Unruhestand" Desmond Tutu (Jahrgang 1931) verkörpert nicht gerade das, was man sich unter einem würdigen Erzbischof vorstellt. Der Mann sprüht vor Leben, Witz und Freude und das in einem Alter, in dem andere sich schon lange zur Ruhe gesetzt haben. Der Bischof im Unruhestand hat einen Tagesablauf, der manchen Manager außer Atem brächte. Seine Reisepläne stehen ein halbes Jahr im Voraus fest. Er fährt zur Klimakonferenz nach Kopenhagen und nach Washington zum Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama. Tutu genießt Autorität, wo auch immer er hinkommt. Während der Apartheid kämpfte er für die Bürgerrechte der Schwarzen in Südafrika, übernahm nach dem Ende der Rassentrennung den Vorsitz der Wahrheits- und Versöhnungskommission. Unermüdlich ruft er dazu auf, die Vergangenheit Südafrikas ohne Gewalt und Hass zu bewältigen. Ob er nicht manchmal verzweifelt, wenn er das Elend um sich herum sieht? Der kleine Mann hebt die Hände hoch, drückt sie gegen die Stirn und sagt: "Ich bin froh, dass ich nicht Gott bin" und lacht aus vollem Herzen in die Kamera - unbändig mitreißend. Auch dass die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika ausgetragen wird, begeistert ihn eine gute Gelegenheit, der Welt ein anderes Gesicht Südafrikas zu zeigen", findet er. Dass der berühmte Mann bescheiden und freundlich geblieben ist, verdankt er auch seiner Frau. Wie es sei, mit einem Friedensnobelpreisträger, einer allseits anerkannten Autorität, einem weltberühmten Mann verheiratet zu sein, wollte die Autorin wissen. "Als ich ihn kennenlernte, war er nicht berühmt, sondern ein kleiner dünner Lehrer!" antwortet seine Frau Leah. Doch der kleine dünne Lehrer ist ein erstaunlicher Mann geworden: charmant und fröhlich, klar in der Sache, tief im Glauben und von offenbar unerschöpflicher Energie - ein rasender Bischof. Übrigens: Seine Prinz-Heinrich-Mütze trägt er stets auf dem Kopf. Bei Helmut Schmidt habe er sich die abgeguckt und sie sei sehr praktisch. Die Reporterin Rita Knobel-Ulrich und ein NDR-Kamerateam waren 14 Tage ganz nah an Desmond Tutu dran: u. a. im südafrikanischen Kapstadt und während des turbulenten Klimagipfels in Kopenhagen. Redaktion: Uwe Michelsen (NDR)

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