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Ostsee-Zeitung: Kommentar zur Übernahme des Matelltarifs im Norden

    Rostock (ots) - Selten wurde ein Tarifabschluss so gelobt wie die Einigung in der Metall- und Elektroindustrie, die auch im Norden gilt, wie seit gestern klar ist. Die Krise lässt beide Seiten zusammenrücken. Laute Forderungen nach dem "Schluck aus der Pulle" waren ebenso wenig zu hören wie Klagen über den angeblich zu teuren Standort Deutschland. Stattdessen wurde diplomatisch verhandelt. Mit bescheidenem, aber angemessenem Ergebnis: geringe Einmalzahlungen, Lohnsteigerungen erst im nächsten Jahr, wenn die Krise hoffentlich vorbei ist. Wichtigster Teil sind die neuen Regelungen zur Kurzarbeit. Denn noch halten die Betriebe ihre Mitarbeiter, obwohl die Auslastung nur magere 80 Prozent beträgt. IG Metall und Arbeitgeber wollen gemeinsam Entlassungen im größeren Stil vermeiden - das ist die zentrale Botschaft. Die 70 000 Metaller in MV - rund 40 Prozent von ihnen werden nach Tarif bezahlt - sind in einer besonderen Lage. Im Nordosten dominiert der Schiffbau, 2010 wird über die Zukunft der Werften entschieden. Der neue Tarifvertrag kann hier vielleicht etwas helfen. Er ist aber nicht entscheidend.

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