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Ostsee-Zeitung: Regierungsbildung in Thüringen

    Rostock (ots) - Die SPD kann derzeit zwar keinen Blumentopf mehr gewinnen. Sie kann aber andere Verlierer zu Gewinnern machen. Wie das geht, demonstrieren die Sozialdemokraten gerade auf überraschende Art und Weise in Thüringen. Es ist schon seltsam, dass eine Partei, die nach der flächendeckenden Schlappe bei den Bundestagswahlen am Sonntag so um äußeres Profil und politische Inhalte ringt wie die SPD, sich vier Tage später zu einer Partnerin ins Bett legt, mit der sie weniger gemein hat als mit anderen. Das Paradoxon von Erfurt beweist, welchen Wert Parteiprogramme besitzen, wenn es um Macht geht - nämlich nahezu keinen. Und es zeigt wiederum, wie entscheidend Personen für das Schmieden von Parteibündnissen sind - allen politischen Differenzen zum Trotz. Die CDU hatte das in Thüringen am schnellsten begriffen und Dieter Althaus zurückgezogen. SPD und Linke ließen die Antipoden Christoph Matschie und Bodo Ramelow aufeinanderkrachen. Somit tragen die Linken auch ihren Anteil am Erfolg der CDU.

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