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Miegel: Eklatantes Versagen von Selbstverwaltung der Bundesanstalt für Arbeit

Bonn (ots) - Zur aktuellen Diskussion um die heute von der Bundesanstalt für Arbeit vorgelegten Arbeitsmarktzahlen kritisierte der Leiter des Bonner Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft, Prof. Meinhard Miegel, im PHOENIX-Interview die Gremien der selbstverwalteten Bundesanstalt, in denen Vertreter der Arbeitgeber und Gewerkschaften Funktionen inne haben, indem er sagt: "Die Repräsentanten von Arbeitgebern und Arbeitnehmern haben eklatant versagt." Die Behörde habe sich in den Jahren immer weiter entwickelt, sei zu groß und träge geworden. Miegel forderte bei PHOENIX, die Bundesanstalt auf die Größe eines "Nervenzentrums" zu reduzieren und zu dezentralisieren, wobei mehr Verantwortung in die Hände der Länder und Kommunen verlagert werden sollte. Er sprach sich für einen Ausbau der privaten Vermittler aus: "Die sind erfolgreicher als die Arbeitsberater und Arbeitsvermittler der Arbeitsverwaltung." Laut Miegel sei es aber nicht nur notwendig, die Strukturen der Bundesanstalt für Arbeit zu reformieren, zum Abbau des hohen Arbeitslosenstandes in Deutschland sei vielmehr eine größere Mobilität und mehr Mut zur Selbständigkeit notwendig. Außerdem forderte Prof. Miegel personelle Konsequenzen an der Spitze der Bundesanstalt für Arbeit und sagte: "Bernhard Jagoda trägt die administrative Verantwortung für die Bundesanstalt für Arbeit. Für geringere Dinge werden in der Regel bereits personelle Konesequenzen eingeleitet". ots Originaltext: PHOENIX Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Rückfragen: PHOENIX Kommunikation Regina Breetzke Telefon: 0228/9584 193 Fax: 0228/9584 198 Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell

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