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8. Mai als Feiertag in Brandenburg: Knabe kritisiert Landtagsentscheid

Bonn (ots) - Der Historiker Hubertus Knabe hat die Wiedereinführung eines gesetzlichen Feiertags in Brandenburg am 8. Mai scharf kritisiert. "Das hat die DDR 1950 schon gemacht. Man setzt sozusagen eine Tradition fort, ohne hinzuzufügen, dass gerade Brandenburg ab dem 8. Mai 1945 ganz schlimme Sachen erlebt hat: die Vergewaltigungen, die Erschießungen von Zivilisten, die gar nichts getan hatten, die Lager wie Sachsenhausen", sagte der Direktor der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen in der phoenix-Sendung Unter den Linden (Ausstrahlung am heutigen Montag, 4. Mai 2015, 22.15 Uhr). Das erzeuge ein undifferenziertes Geschichtsbild. Er wolle jeden Zuschauer ermutigen, einmal genauer hinzuschauen, so Knabe.

Der Potsdamer Landtag hatte in der vergangenen Woche eine entsprechende Änderung des Feiertagsgesetzes beschlossen, um an den 8. Mai als Tag der Befreiung zu erinnern.

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