PHOENIX

PROGRAMMHINWEIS
Montag, 8. Januar 2001

    Bonn (ots) -          9.30 Uhr Sailing Beauties     Klassische Segler in der Karibik          Der Chartermarkt für Yachten boomt. Besonders reizvoll ist ein Urlaub auf dem Wasser, wenn zum Törn noch eine Regatta kommt. Zu den spektakulärsten Segelrennen der Welt, an denen vor allem Charterboote teilnehmen, gehört die Antigua-Sail-Week. Bei dieser Regatta kommen vor allem jene Wassersportfreunde voll auf ihre Kosten, die die romantische Seite des Segelns lieben, denn hier gehen vor allem historische und nach alten Vorbildern gebaute Yachten ins Rennen. Bei diesen Regatten kann man Kojen oder Kabinen auf Booten zwischen zehn und hundert Metern Länge mieten - von sportlich einfach bis super luxuriös. Und das Ganze im karibischen Ambiente, eines der schönsten Segelreviere überhaupt. Der Autor dieses Films hat das Angebot auf einem über hundert Jahre alten ehemaligen Frachtensegler und auf einem Viermast-Clipper mit allem Komfort getestet.          Dokumentation von Martin Brinkmann (2000)          Neue 3-teilige Reihe     13.00 Uhr Die Zeitmacher     1. Teil: Die Macht der Minute          Bereits seit dem Entstehen der ersten Hochkulturen, deren religiöse Zeremonien, Militär und Verwaltung eine präzise Koordination verlangten, gilt die natürliche Zeiteinteilung in Tage, Monate und Jahre als zu ungenau. Die Erfindung von Stunden und Minuten, die unabhängig von Sonne und Mond gezählt werden können, gelang aber erst im Mittelalter mit dem Räderwerk. Indem Kirchturmuhren mit Ziffernblatt und Glockenton anzeigten, was die Stunde geschlagen hat, begann auch der Siegeszug der abendländischen Kultur. Da sich mit Chronometern die Position von Schiffen exakt berechnen lässt, wurde die Welt weniger von den Kanonen der Kolonialmächte als von deren Uhrwerken erobert. Die Kunst der Uhrenfabrikation beschränkte sich längst nicht mehr auf die traditionellen Zentren in Paris und London. Nachdem im 17. Jahrhundert vertriebene Hugenotten in einem kalten Gebirgstal der Westschweiz Zuflucht gefunden hatten, nutzten sie die Zeit, die dort reichlicher vorhanden war als anderenorts, um ihr eine neue Qualität zu geben. Geduld, Können und Hingabe waren die Gründe, weshalb die Macht der Zeit Mitte des 19. Jahrhunderts ins Vallée de Joux strömte. Vor allem in der Manufaktur Jaeger-LeCoultre entstehen seither legendäre Uhren auf eine handwerkliche Art, als wäre die Zeit selbst ein formbarer Stoff.          Dokumentation von Herbert Biber     Zweiter Teil "Die Unendlichkeit der Sekunde" morgen, 9. Januar     2001, 13.00 Uhr.

    Neue 6-teilige Reihe     18.30 Uhr Zwischen Heute und Morgen -     Wissenschaft und Technik auf dem Sprung ins 3. Jahrtausend     1. Teil: Alles Automaten - Auf der Suche nach der Arbeit          Seit altersher musste der Mensch die notwendige Nahrung einer ihm feindlichen Natur abringen, sich vor Kälte und Nässe und wilden Tieren schützen. Anstatt sich mit diesem Los abzufinden, setzten die Menschen Technik ein. Mit Speeren gingen unsere Vorfahren auf Jagd. Das Feuer half ihnen, sich zu schützen und ihre Speisen zu kochen. Neue Werkstoffe wie Bronze und Eisen brachten auch neue Technologien. Heute scheint sich die Technik verselbstständigt zu haben. Maschinen nehmen zwar monotone Arbeit ab, aber immer mehr traditionelle Arbeitsplätze gehen so verloren. Riesige Autofabriken und Baustellen funktionieren fast völlig ohne Arbeiter. Dr. Frithjof Bergmann, Philosophieprofessor aus Detroit fragt: "Wollen wir wirklich acht Stunden am Tag Ärmel annähen?" Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Arbeitsgesellschaft hinter uns zu lassen und die Kulturgesellschaft zu entwickeln. Wir können beginnen, das zu tun, was kein Computer und keine Maschine übernehmen kann: die Entwicklung der menschlichen Beziehungen." Kann das gehen? Gibt es im neuen Jahrtausend einen neuen Begriff von Arbeit? Welche Form von Arbeit bleibt in einer künftigen Gesellschaft erhalten, und was tut dann der moderne Mensch?

    Dokumentation von Björn Wulkop (2000)
    
    2. Folge "Auf der Suche nach der Unsterblichkeit" morgen, 9.
Januar 2001, 19.15 Uhr.
    
    19.15 Uhr Mein neues Leben
    Ex-RAF-Terroristin Silke Maier-Witt im Kosovo
    
    Trümmer stehen am Anfang dieses Films und Trümmer sind auch das
Leitmotiv. Michael Richters Porträt der ehemaligen RAF-Terroristin
Silke Maier-Witt zerfällt in zwei Teile. Da sind noch einmal die
düsteren Bilder aus dem "Deutschen Herbst", der Schleyer-Entführung
und der Rasterfahndung - blasse, düstere Szenen aus einer fern
wirkenden Gesellschaft - ergänzt von den satten Farben, in dem die
Verwüstungen im Kosovo von heute zu sehen sind. Dort arbeitet
Maier-Witt seit Anfang des Jahres im Auftrag des "Forums ziviler
Friedensdienst", einer Vereinigung kirchlicher und ziviler
Friedensorganisationen. Sie soll, bezahlt von der Bundesregierung,
den Versöhnungsprozess in der Region unterstützen und bei der
Bewältigung der Kriegs-Traumata helfen.
    
    Dokumentation von Michael Richter (2000)
    fotos über www.ard-foto.de
      
    21.00 Uhr Holokaust
    6-teilige Reihe. 1. Teil: Menschenjagd
    
    Die Fernsehreihe "Holokaust", eine Koproduktion des ZDF mit
PHOENIX , ist der im deutschen  Fernsehen  bislang wohl umfassendste
Versuch einer filmisch-dokumentarischen Darstellung des Verbrechens -
von Hitlers Überfall auf die Sowjetunion im Jahr 1941 bis zur
Befreiung der Konzentrationslager 1945.  Der Film stützt sich auf die
neuesten Erkenntnisse der wissenschaftlichen Forschung. Selten haben
so viele Historiker und Journalisten an einem Film gearbeitet. "Bei
den Vorarbeiten für die Reihe" , so der Historiker Peter Longerich,
"sind in einem  ungewöhnlich großen Umfang Recherchen betrieben
worden. Hierbei sind Dokumente aufgetaucht, die der Forschung bisher
nicht zur Verfügung standen". Erst seit  ein paar Jahren stehen die
Archive Osteuropas offen.
    
    22. Juni 1941. Über die Volksempfänger der Heimat tönten Liszts
"Les Preludes", abgewandelt zur Fanfare für die größte Front der
Weltgeschichte. Während Goebbels den Überfall auf die Sowjetunion
fadenscheinig als Präventivkrieg zu verkaufen suchte, stießen die
Divisionen der Wehrmacht in wenigen Tagen tief ins Landesinnere vor.
In ihrem Schatten folgten sogenannte Einsatzgruppen. 3000 Mann, die
hinter der Front ihr mörderisches Handwerk verrichteten. Erstes Ziel:
die vollständige Ausrottung der sogenannten
"jüdisch-bolschewistischen Intelligenz", vor allem von "Juden in
Partei- und Staatsstellungen". "Bolschewismus" und "Judentum" setzten
die NS-Machthaber gleich. So wurden schon in den ersten Wochen des
Krieges Zehntausende von Juden erschossen. Die Mordbefehle galten
zumindest dem Wortlaut nach nur den Männern im wehrfähigen Alter. Für
Hitler war der Angriff auf die Sowjetunion Auftakt zu dem Krieg, von
dem er immer schon geträumt hatte: Vernichtungskrieg für "Lebensraum"
im Osten. Zunächst galt der Mordbefehl nicht allen Juden. Doch
Himmler schickte mehr als 30.000 Männer, aus
Ordnungspolizei-Bataillonen und ausgesuchten Formationen der
Waffen-SS zur "Befriedung" in die besetzten Gebiete. Stalins
Proklamation des Partisanenkrieges nutzte Hitler als Vorwand,
auszuführen, was er ohnedies wollte: "ausrotten was sich gegen uns
stellt". Wer damit gemeint war, wussten die Befehlsempfänger.
    
    Hunderttausende waren Zeugen dieser ersten Phase des Holokaust,
der systematischen Ermordung der sowjetischen Juden im Rücken der
Front. In Briefen an Angehörige daheim findet sich darüber wenig.
Doch wenn die Soldaten auf Heimaturlaub nach Hause kamen, berichteten
manche von ihnen - oft hinter vorgehaltener Hand. So sickerte die
Nachricht von massenhaften Erschießungen allmählich durch.  
    
    Film von Maurice Philip Remy in Zusammenarbeit mit  Guido Knopp
und Stefan Brauburger und Vanessa von Bassewitz (2000)
    
    2. Teil "Entscheidung" morgen, 9. Januar 2001, 21.45 Uhr.
    Fotos abrufbar beim ZDF-Bilderdienst Telefon 06131 - 706100
    
    21.45 Uhr Holokaust Diskussionsrunde
    
    Diskussion mit Abrascha Levit, Überlebender des Holokaust,
Heinrich Graf von Einsiedel und Gerd Schmückle, ehemalige Offiziere
der Wehrmacht, Prof. Dr. Eberhard Jäckel, Historiker und
wissenschaftlicher Berater der Sendereihe, sowie Maurice Philipp
Remy, Autor und Produzent von "Holokaust". Moderation der Sendung:
Guido Knopp.
    
    Neue 4-teilige Reihe
    23.15 Uhr Die Abenteuer des Thor Heyerdahl
    1. Teil: "Kon Tiki" auf Sonnenkurs
    
    Der Norweger Thor Heyerdahl ist ein berühmter Mann, der in fast
jedem Lexikon zu finden ist, obwohl einige seiner Theorien unter
Wissenschaftlern immer noch umstritten sind. Ein ganzes Leben lang
hat er versucht, mit spektakulären Expeditionen die weltweiten
kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen unserer frühen Vorfahren
nachzuzeichnen und bekannt zu machen. Schon mit 22 war er enttäuscht
vom Leben in der Zivilisation und zog sich 1936 mit seiner Frau Liv
auf die kleine Südsee-Insel Fatu Hiva zurück. Ein Jahr lang lebten
sie fast wie Adam und Eva. Heyerdahl fragte sich, woher die ersten
Siedler auf diese polynesischen Inseln kamen. Nach dem Zweiten
Weltkrieg, den er im Dienst des norwegischen Widerstandes verbrachte,
entwickelte er seine These, dass sie von Osten, aus Südamerika,
gekommen seien. Fast alle Wissenschaftler taten das als Unsinn ab.
Trotzig ließ Thor Heyerdahl ein einfaches Floß aus Balsarstämmen
bauen, um seine These zu beweisen. 1947 dann fand die berühmte,
mehrere tausend Seemeilen lange Fahrt des Floßes "Kon Tiki" quer
durch den Stillen Ozean statt - ein Abenteuer, das in Filmbildern aus
jener Zeit erhalten geblieben ist.

    Dokumentation von Christopher Ralling (2000)
    
    Nächste Folge "Die Insel der steinernen Riesen" morgen, 9. Januar
2001, 23.15 Uhr.
    
ots Originaltext: PHOENIX-Kommunikation
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