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PHOENIX-Programmhinweis für Mittwoch, 19. Januar 2000

    Köln (ots) -          20.15 Uhr Schwerpunkt     Wie finanzieren sich die Parteien?          Die Parteispenden-Affäre der CDU bringt es an den Tag: Kohl, Kanther und Co. nahmen es mit Recht und Gesetz bei den Spenden nicht so genau. PHOENIX fragt: Wie sieht die Finanzierungspraxis der Parteien aus? Wer kontrolliert ihr Finanzgebaren? Muss das Parteispendengesetz geändert werden?

    Darüber diskutiert Gaby Dietzen mit den Journalisten, Verfassungsrechtlern und Politologen. Wie immer sind unsere Zuschauer eingeladen, sich über die PHOENIX-Hotline 01802 - 82 17 an der Diskussion zu beteiligen.               Herbert Wehner zum 10. Todestag     14.10 Uhr "Wer einmal Kommunist war ..."          Seine kommunistische Vergangenheit haben ihm seine Gegner Zeit seines aktiven politischen Lebens immer wieder vorgehalten. Herbert Wehner, der sich in den 20-er Jahren der KPD anschloss, in den 30-ern mit Wilhelm Pieck und Walter Ulbricht das Exil in Moskau teilte, in den 40-ern dem Kommunismus abschwor und Sozialdemokrat wurde. Wie nur wenige andere Politiker hat er die Bundesrepublik von Anfang an mitgestaltet: seit 1949 als Abgeordneter im Bundestag in Bonn, als Minister der großen Koalition und fast 14 Jahre lang als Fraktionsvorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion - "Onkel Herbert", der Zuchtmeister.

    Die Jahre in der KPD hingen ihm nach. Doch Wehner wäre nicht Wehner gewesen, hätte er sich nicht kämpferisch verteidigt. Auch in seinen Reden vor dem Bundestag nahm er kein Blatt vor den Mund. Berühmt für seine kernige Rhetorik, gehört er zu den Parlamentariern des Bundestages, die im Gedächtnis bleiben.

    Als er am 19. Januar 1990 starb, hatte sich die Welt verändert: Mit dem Fall der Mauer hatte der Kalte Krieg sein Ende gefunden; bald brach der Ostblock zusammen. Zehn Jahre sind seither vergangen, und es stellt sich die Frage. Es stellt sich die Frage: Was ist geblieben von einem so reichen und umstrittenen politischen Leben?

    Weggefährten, Freunde, Gegner erinnern sich an Herbert Wehner, darunter Prominente wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel, Rainer Barzel, Herbert Hupka, Karl Wienand. Der älteste Interviewpartner, Günter Reimann, mittlerweile 95 Jahre alt, kannte Wehner schon in den 20-er Jahren. Mit dabei ist auch seine Witwe und engste Mitarbeiterin, Greta Wehner. Sie lebt seit 1996 in Dresden, der Geburtsstadt Wehners, die er Zeit seines Lebens geliebt hat.          Porträt von Carl Ludwig Paeschke und Dieter Zimmer          Fotos sind abrufbar in der WDR Bildredaktion ( 0221/2204405     

    19.15 Uhr Made in Germany     6-teilige Reihe. 3. Teil: Mister Nestlé - Helmut Maucher          Helmut Maucher, fast 70, stammt aus dem dörflichen Allgäu und arbeitete sich an die Spitze des größten Lebensmittelkonzerns der Welt hoch. Er begann als gelernter Kaufmann und wurde 1981 Konzernboss des Schweizer Multis Nestlé. Den damals angeschlagenen Konzern vergrößerte er in atemberaubenden Tempo, kaufte weltweit große und kleine Firmen auf. Seine Kollegen witzelten: "Heute schon eine Firma gekauft, Herr Maucher?" Rund 500 Nestlé-Betriebe in rund 70 Ländern produzieren heute etwa 20.000 Produkte - Maggi und Alete, After Eight, Bärenmarke, Sarotti, Perrier - und natürlich Nudeln, Kaffee, Würstchen...

    In die Schlagzeilen geriet der Konzern, als er in Afrika für
Babynahrung aus der Flasche warb. "Nestlé tötet Babys", lautete der
Vorwurf, denn aufgrund der hygienischen Bedingungen war das Stillen
weitaus gesünder. In diesem Konflikt verzichtete Maucher auf einen
juristischen Kleinkrieg und wurde gelobt für den Dialog mit den
Kritikern.
    
    
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