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NABU warnt vor Verteufelung des Öko-Landbaus

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat angesichts der aktuellen
Debatte um den Nitrofen-Futtermittelskandal vor einer Verteufelung
des Öko-Landbaus gewarnt. Wer wie der niedersächsische Agrarminister
Bartels vom Ende der einseitigen Förderpolitik zugunsten der
Öko-Betriebe rede, versuche das Fehlverhalten einiger schwarzer
Schafe auf perfide Weise für seine Interessen zu nutzen. "Die
Agrarwende von Renate Künast war richtig und bleibt richtig", sagte
NABU-Präsident Jochen Flasbarth.
    
    Der jetzige Fall sei für den NABU ein weiterer Beleg für die
gravierenden Vollzugsdefizite bei der Anwendung von
Pflanzenschutzmitteln in Deutschland. "Kontrolle und Beratung
funktionieren nicht", so Flasbarth. Hier liege die Hauptursache für
die missbräuchliche Anwendung nicht mehr zugelassener oder
importierter Pestizide. Dies betreffe insbesondere die Ausbringung
von Pestizid-Restbeständen aus der ehemaligen DDR, wie der
Nitrofen-Skandal in Brandenburg belege.
    
    Der NABU-Präsident warnte die Betriebe und Organisationen des
Öko-Landbaus davor, ihre gewachsene Bedeutung durch einen
fahrlässigen Umgang mit den eigenen hohen Ansprüchen aufs Spiel zu
setzen. "Ökologische Lebensmittel haben ohne den guten Ruf ihrer
Produzenten keine Chance auf das Vertrauen der Verbraucher", so
Flasbarth. Deshalb sei eine lückenlose Aufklärung und eine Bestrafung
der Verantwortlichen oberstes Gebot. Darüber hinaus müssten die
Kontrollmechanismen für ökologisch wirtschaftende Betriebe verschärft
werden. Flasbarth verwies gleichzeitig darauf, dass Bio-Lebensmittel
bereits heute regelmäßig von unabhängigen und staatlich anerkannten
Kontrollstellen geprüft würden.
    
    
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