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NABU fordert besseren Schutz der Nordsee vor Schiffsunglücken

    Bonn/Hannover (ots) - Anlässlich der 5. Internationalen
Nordseeschutzkonferenz in Bergen/Norwegen hat der Naturschutzbund
NABU einen deutlichen besseren Schutz der Nordsee vor Havarien
gefordert. "Notwendig ist eine Verlagerung der
Hauptschifffahrtstrassen in der Deutschen Bucht nach Norden",
forderte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. In unmittelbarer Nähe des
sensiblen Lebensraumes Wattenmeer verlaufe dort eine der am dicht
befahrensten Wasserstraßen der Erde. Über 30.000
Schifffahrtsbewegungen würden dort jährlich abgewickelt. Vielfach
seien die Schiffe mit Öl oder Chemikalien beladen.
    
    "Die Lage der Schifffahrtsrouten darf nicht länger als Bagatelle
behandelt werden", sagte Flasbarth. Hier habe die Bundesregierung
ihre Hausaufgaben bislang nicht gemacht und nur den Ausbau der
Offshore-Windparke bearbeitet. Die Schiffssicherheit und der
Nordseeschutz seien dabei auf der Strecke geblieben. "Die künftigen
Offshore-Anlagen müssen bei der Gefahrenanalyse für die Sicherheit
vor unseren Küsten mit berücksichtigt werden", so Flasbarth weiter.
Notwendig sei ein abgestimmtes Konzept für Naturschutzvorranggebiete,
Eignungsräume für die Windkraftnutzung sowie für die
Schifffahrtsrouten.
    
    Lange überfällig sei nach Ansicht des NABU auch die dauerhafte
Stationierung eines zweiten Hochseeschleppers in der Deutschen Bucht.
Mit ihm könnten havarierte Schiffe auch bei schlechten
Witterungsbedingungen davor bewahrt werden, auf Grund zu laufen oder
in einen der geplanten Offshore-Windparke zu treiben. Die geforderte
Nordverlagerung der Wasserstraße würde zugleich den Zeitraum für
Schutzmaßnahmen vergrößern.
    
    
ots Originaltext: NABU
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