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NABU für Weiterführung der ökologischen Steuerreform

    Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die ab 1. Januar 2002
geltende nächste Stufe der ökologischen Steuerreform als richtig und
vernünftig bezeichnet. "Der Aufschlag von 3,6 Cent pro Liter Benzin
ist zwar nur ein zaghaftes Preissignal, weist aber in die richtige
Richtung und gibt den Verbrauchern und der Wirtschaft den Anstoß zum
Energiesparen", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Gerd Billen. Die
weltweiten Klimaveränderungen seien eine epochale Herausforderung,
der man mit allen verfügbaren Mitteln stellen müsse. "Die drastische
Senkung des Energieverbrauchs in den Industriestaaten bleibt das
oberste Gebot", so Billen weiter. Dies könne aber erst dann gelingen,
wenn die Energiepreise auch die wahren Kosten einschließlich der
Umweltzerstörung widerspiegelten.
    
    Billen hielt den Unionsparteien und der FDP vor, seit Beginn der
ökologischen Steuerreform jeden Jahreswechsel für eine unsägliche
polemische Kampagne zu nutzen: "CDU/CSU und FDP gefallen sich in
periodisch wiederkehrenden Aufrufen zur kollektiven Unvernunft."
Darüber hinaus müssten im letzten Jahr selbst hartnäckigste
Ignoranten erkannt haben, dass nicht die Bundesregierung, sondern in
erster Linie die OPEC-Staaten und die Mineralölwirtschaft für die
Preisentwicklung an den Tankstellen verantwortlich seien.
    
    Nach Auffassung des NABU habe die Ökosteuer die beabsichtigte
Wirkung durchaus entfaltet, der Benzinverbrauch sei spürbar zurück
gegangen. "Sowohl die Verbraucher als auch die Autohersteller haben
die Preissignale richtig verstanden und sich darauf eingestellt", so
der NABU-Bundesgeschäftsführer weiter. Billen forderte die weitere
maßvolle Erhöhung der Energiesteuern über das Jahr 2003 hinaus.
    
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