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NABU kritisiert Funke-Programm als 'Dokument der Mutlosigkeit'

    Bonn (ots) - Als 'Dokument der Mutlosigkeit' hat der
Naturschutzbund NABU das heute von Bundeslandwirtschaftsminister
Funke vorgelegte Programm für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik
bezeichnet. "Minister Funke hat die Zeichen der Zeit offensichtlich
immer noch nicht erkannt und macht mit unverbindlichen
Allgemeinplätzen einen Kotau vor der Agrarlobby", kritisierte
NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Während das gestern bekannt
gewordene Sieben-Punkte-Programm der beiden Staatssekretäre im
Agrarministerium und im Umweltministerium, Martin Wille und Rainer
Baake, mit klaren Vorgaben einen konsequenten Umbau der
Subventionspraxis bedeute, begebe sich Funke jetzt auf das Niveau von
windelweichen Aussagen zurück, sagte Flasbarth.
    
    Nach Ansicht des NABU beschränke sich das Funke-Programm auf
nachgeordnete Kontroll- und Schutzmaßnahmen. Es verzichte jedoch auf
weitergehende Vorschläge zur Reform der Agrarpolitik. Die wenigen
Aussagen zu agrarpolitischen Kurskorrekturen seien unkonkret oder
fänden sich bereits im rot-grünen Koalitionsvertrag. "Es ist nicht
nur peinlich, dass der Minister seinen Staatssekretär auf diese Art
zurückpfeifen will, damit wirft Funke selbst die Frage auf, ob er für
eine vom Kanzleramt gewünschte Neuausrichtung der Agrarpolitik der
richtige Mann sein kann", so Flasbarth weiter.
    
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