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15. CITES-Konferenz: NABU verfolgt Verhandlungen in Katar Artenschutzexpertinnen stehen für Presseanfragen und Interviews zur Verfügung

Doha/ Berlin (ots) - Vom 13. bis 25. März ist es wieder soweit: Mehr als 2.000 Delegierte aus 175 Ländern werden auf der 15. CITES-Konferenz (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) im Emirat Katar am Persischen Golf für zwei Wochen zusammenkommen, um über das Schicksal vieler Tierarten zu entscheiden. Ziel der CITES-Konferenz ist es, Tiere und Pflanzen vor den Gefährdungen durch den internationalen Handel zu schützen. Eigentlich ein Handelsabkommen, ist CITES zugleich eines der wirkungsvollsten Instrumente des Artenschutzes. Es regelt mittlerweile die Ein- und Ausfuhr von rund 6.000 bedrohten Tier- und 30.000 Pflanzenarten. Auch in diesem Jahr werden auf der Konferenz wieder viele brisante Themen zum Kräftemessen zwischen Naturnutzern und Naturschützern führen. So stehen dem von Palau und Schweden im Namen der EU eingebrachten Antrag auf Unterschutzstellung von zwei Haiarten und dem Atlantischen Blauflossen-Thunfisch knallharte Fischereiinteressen gegenüber. Der NABU ist davon überzeugt, dass es sich gerade beim Thun um eine "Entweder-Oder-Entscheidung" handelt: Entweder wird dieser wertvolle Fisch jetzt unter Schutz gestellt, oder wir liefern ihn dem Aussterben aus. Deshalb fordert der NABU die EU auf, sich geschlossen und kompromisslos hinter den Schutzantrag Monacos zu stellen. Als einer der stärksten Stimmblöcke auf der CITES-Konferenz kann und muss die EU ein starkes Gegengewicht zu Japan bilden. 80 Prozent des Atlantischen Blauflossen-Thunfisches enden im Land der aufgehenden Sonne als Sushi oder Sashimi. Bei Auktionen auf dem Tokioter Fischmarkt Tsukiji können einzelne Exemplare Verkaufspreise bis zu 100.000 Euro erzielen. Zudem haben die USA und Palau die Unterschutzstellung von sechs weiteren Haiarten beantragt. Nie zuvor gab es auf einer CITES-Konferenz so viele Schutzanträge für Haie oder die Forderung nach einem Handelsstopp für eine kommerziell so bedeutende Art wie den Roten Thun. Die Arten haben einen hohen wirtschaftlichen Wert. Millionen dieser Tiere werden jährlich abgefischt, ohne dass ihnen Zeit gelassen wird, sich ausreichend zu reproduzieren. Der NABU ist während der gesamten Konferenzdauer in Katars Hauptstadt Doha mit zwei Expertinnen für internationalen Artenschutz, Heike Finke und Claudia Praxmayer, vor Ort. Zeitnah geben sie Einschätzungen und Bewertungen der Ereignisse und Anträge ab und stehen für Interviews und Presseanfragen zur Verfügung. In einem Online-Tagebuch berichten sie außerdem beinahe zeitgleich vom jeweiligen Verhandlungsstand. Das Online-Tagebuch zur Konferenz, Hintergrundpapiere zu Dornhai, Heringshai, Hammerhai, Weißspitzen-Hochseehai und Thunfisch, sowie weitere Informationen zur Artenschutzkonferenz sind zu finden unter www.NABU.de/cites Originaltext vom NABU Pressekontakt: Kontakt: Heike Finke NABU-Präsidiumsmitglied und Expertin für internationalen Artenschutz Tel. mobil 0049(0)179-1102513 Heike.Finke@NABU.de Claudia Praxmayer BAG Internationaler Artenschutz Tel. mobil 0049 (0)172-6166441 Claudia.Praxmayer@NABU.de Original-Content von: NABU, übermittelt durch news aktuell

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