Greenpeace e.V.

20 Jahre Greenpeace Deutschland: Internationales Engagement wird zunehmen

    Hamburg (ots) - Greenpeace Deutschland wird heute 20 Jahre alt. Am
13. Oktober 1980 startete die erste Greenpeace-Aktion in der
Bundesrepublik im Hafen von Nordenham. Dort seilten sich fünf
Umweltschützer auf einer Rettungsinsel an den Frachter "Kronos" fest.
Sie wollten verhindern, dass das mit Dünnsäure beladene Schiff seine
giftige Fracht auf hoher See verklappte. Drei Tage lang konnten die
ersten Greenpeacer das Schiff am Auslaufen hindern. Zwei Jahre später
beendete die Bayer AG die Dünnsäure-Verklappung in der Nordsee.
    
    Aus der damals 20 Mitglieder starken Gruppe wurde eine der größten
Umweltorganisationen mit heute 120 Mitarbeitern, über 500.000
Fördermitgliedern und mehr als 2.000 ehrenamtlichen Helfern im ganzen
Bundesgebiet. Zu den wichtigsten internationalen Erfolgen unter
maßgeblicher Beteiligung von Greenpeace Deutschland zählen
Schutzabkommen wie das Verbot von Giftmüll-Exporten 1994 oder das
Verbot der Versenkung von Ölplattformen von 1998 sowie
Lösungskampagnen wie die Einführung des weltweit ersten FCKW- und
FKW-freien Kühlschrankes 1992 und des weltweit ersten
Drei-Liter-Autos 1996, des "SmILE" auf der Basis eines Renault
Twingo.
    
    "Wir sind stolz, dass Greenpeace nicht nur in Deutschland, sondern
weltweit das Gesicht der Umweltbewegung mitgeprägt hat", sagt
Geschäftsführerin Brigitte Behrens. "Das deutsche Büro war nicht nur
an nationalen, sondern auch an vielen Erfolgen von Greenpeace im
Ausland beteiligt. Angesichts der immer globaleren Umweltprobleme
werden wir dieses internationale Engagement in den nächsten Jahren
weiter ausbauen." Spektakuläre Aktionen, Information der
Öffentlichkeit und Lobbyarbeit wären allerdings nicht möglich ohne
das Engagement Tausender Ehrenamtlicher: in den 80
Greenpeace-Gruppen, in den "Teams 50plus" der Senioren oder den
zahlreichen Greenteams, den Kinder- und Jugendgruppen.
    
    Greenpeace Deutschland will künftig verstärkt internationale
Umweltprobleme in der deutschen Öffentlichkeit bekannt machen. "Die
hohe Umweltstandards in Deutschland verleiten viele zu der Annahme,
die großen Umweltprobleme seien eigentlich gelöst. Ein Blick über die
Grenze unserer Wohlstandsinsel zeigt aber, wie falsch diese Annahme
ist. Unser Lebensstandard und unser Konsumverhalten sind mit
verantwortlich für zahlreiche Umweltprobleme, vom Raubbau an den
Urwäldern bis zum Klimawandel. Es ist unsere Aufgabe, das Bewusstsein
hierzulande für diese Zusammenhänge zu schärfen und die Zerstörung zu
stoppen."
    
    Den Kampf gegen Umweltzerstörer in Deutschland wird Greenpeace
dadurch aber nicht vernachlässigen. Brigitte Behrens: "Wir werden
weitere gegen die Atompolitik der rot-grünen Regierung antreten. Ein
Vierteljahrhundert Weiterbetrieb der Atomreaktoren, Castor-Transporte
oder die Lieferung von Atomanlagen und Atommüll ins Ausland sind ein
Armutszeugnis für den sogenannten Atomausstieg. Aber auch gegen die
Verbreitung von genmanipulierten Futter- und Lebensmitteln oder die
Patentierung von Lebewesen werden wir hier zu Lande aktiv bleiben."
    
    
ots Originaltext: Greenpeace e.V.
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