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IG-Medien-Chef Detlef Hensche: DGB muss sich grundlegend erneuern

Hamburg (ots) - Im HÖRZU-Interview betonte Hensche: Tarifpolitik überholt/ Einheitsgewerkschaft nötig/ Weniger Mitglieder Der Deutsche Gewerkschaftsbund muss sich nach Ansicht des Chefs der IG Medien, Detlef Hensche, grundlegend erneuern, wenn er im Zeitalter des Internet überleben will. In einem aktuellen Interview des Programm-Magazins HÖRZU (Heft 17 erscheint am 20. April 2000) forderte Hensche, das bisherige "Image des traditionellen Vereins" abzulegen. Die Industriegewerkschaften hätten sich überholt. Die Tarifpolitik sei, wie in den 60er und 70er Jahren, noch immer zu sehr auf quantitative Wohlstandsmehrung durch jährliche Lohn- und Gehaltsrunden orientiert. "Da muss man sich fragen, ob Zeitwohlstand und verstärkte Qualifikation und Kompetenz im Internetzeitalter nicht ebenso wichtig sind wie hohe Löhne und Gehälter," so Hensche. Nach seiner Überzeugung muss sich der DGB zu einer Einheitsgewerkschaft "mit einer politischen Stimme" und zum Dienstleister wandeln, der für die zunehmende Zahl der Freiberufler als Beratungsnetz zur Verfügung stehe. Eine solche Einheitsgewerkschaft müsse auch für die Nichtmitglieder offen sein, "die Interessenfelder künftiger Generationen artikulieren und dafür entsprechende Service-Leistungen sowie Weiterbildungsangebote präsentieren". Hensche: "Es liegt an uns, ob wir noch eine Zukunft haben im Zeitalter des Internet". Bei der Mitgliederzahl befürchtet er einen weiteren Rückgang von derzeit acht Millionen auf nurmehr sieben Millionen. Das komplette Interview kann in redaktioneller Fassung zur Verfügung gestellt werden und ist unter Nennung der Quelle HÖRZU zur sofortigen Verwendung frei. ots Originaltext: ASV Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für weitere Informationen steht Ihnen Birgit Mertin zur Verfügung. Telefon: (0 40) 3 47-2 65 22, E-Mail: bmertin@asv.de Diese Presseinformation kann im Internet unter www.asv.de abgerufen werden. Original-Content von: Axel Springer SE, übermittelt durch news aktuell

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