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Mittelbayerische Zeitung: kommentar von Reinhard Zweigler zu EU-Klimagipfel

Regensburg (ots) - Angela Merkel ist längst nicht mehr die Klimakanzlerin, die im roten Anorak besorgt die schmelzenden Gletscher vor Grönlands Küste besichtigt. Seinerzeit mit dem damaligen Umweltminister Sigmar Gabriel im Schlepptau. Wenn die Kanzlerin heute in Brüssel zum EU-Klimagipfel mit ihren 27 Kollegen zusammentrifft, dann werden möglicherweise nur kleine Brötchen gebacken. Für wirklich herausfordernde Klimaschutzziele herrscht zurzeit kein gutes Klima. Es klingt absurd, aber die Rettung des Globus vor der drohenden Erwärmung mit all seinen Verheerungen hat gerade keine Konjunktur. Die sich eintrübenden Aussichten der Wirtschaft, Ukraine-, Syrien- und Irak-Krise oder Ebola beherrschen die Schlagzeilen und die politische Debatte. Besonders klug ist es freilich nicht, dass die Klimapolitik nur die zweite Geige spielt. Die Warnungen der Experten sind eindeutig und wie gegenzusteuern ist, ist ebenfalls klar. Wenn die EU jetzt nicht mit ambitionierten Klimazielen ein Zeichen setzt, dann darf man sich über unverbindliche Vereinbarungen beim nächsten Weltklima-Gipfel nächstes Jahr in Paris nicht wundern.

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