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Vor der NRW-Wahl: Der FDP laufen die Ärzte weg

Hamburg (ots) - Nach den Managern verliert die FDP unmittelbar vor der NRW-Wahl in einer weiteren Kernwählergruppe drastisch an Unterstützung: 86,5 Prozent der Ärzte sind mit der Arbeit der FDP im Gesundheitsministerium unzufrieden. 62 Prozent gaben an, nicht wieder FDP wählen zu wollen, obwohl bei der letzten Bundestagswahl 83 Prozent der befragten Ärzte die Freidemokraten gewählt haben. Das ergab eine Umfrage des Ärztenetzwerkes Hippokranet unter 1.934 Ärztinnen und Ärzten.

Besonders dramatisch aber für die kleine Partei: Die Ärzte als Multiplikatoren raten auch ihren Patienten nicht mehr so wie im letzten Jahr, die Partei von Gesundheitsminister Rösler zu wählen. Nur noch 32 Prozent empfehlen ihren Patienten die FDP - im vergangenen Wahlkampf legten noch 67 Prozent der Mediziner ihren Patienten die FDP ans Herz. Seinerzeit hatte eine Gruppe von Ärzten aus dem Hippokranet noch bundesweit mit Plakaten gegen Ulla Schmidt Aufsehen erregt, die in mehreren zehntausend Praxen aushingen.

"Viele Ärzte hängten damals parallel neben das Anti-Schmidt-Plakat noch ein pro-FDP-Plakat und erreichten so im Laufe der Zeit geschätzt weit über eine Million Wähler", erinnert sich Jan Scholz, Chefredakteur des Ärztenachrichtendienstes, der das Hippokranet betreibt. Diese Unterstützung der FDP durch die Ärzte ist offenbar weitgehend vorbei: Während 67 Prozent angaben, im vergangenen Wahlkampf für die FDP geworben zu haben, sind es jetzt 68 Prozent, die genau dies nicht mehr tun.

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Nahezu einzigartig im Internet: Das Ärztenetzwerk wird von mehr als 7.000 Ärzten mit einem freiwilligen Abo unterstützt - die Mediziner zahlen Abogebühren, obwohl sie problemlos auch kostenlos zugreifen könnten. Insgesamt sind bei Hippokranet.com weit über 40.000 Nutzer organisiert, es finden sich in unzähligen Gruppen mehrere 100.000 Beiträge zu medizinischen, technischen und gesundheitspolitischen Themen.

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