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Tele 5-Chef Kai Blasberg: Giulia Siegel würde ich nie senden

    Köln (ots) - Vor vier Jahren startete Tele 5 als Spielfilmsender. Zum Geburtstag ist Geschäftsführer Kai Blasberg in Feierlaune. "In der größten Werbekrise der Geschichte verzeichnen wir eine Werbe-Überbuchung von 120 Prozent", sagt der Fernsehmacher im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de und teilt gegen die Konkurrenz aus.

    Die vielzitierte Haltung von Ex-RTL-Chef Helmut Thoma, "Der Köder muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler", hält Fernsehmacher Kai Blasberg für fatal. Der Tele 5-Chef sieht darin den Zynismus der Branche, sich immer weiter vom eigenen Programm zu distanzieren. "Mit dieser Haltung Programm zu machen, würde bedeuten, mir wäre egal, was ich meinen Zuschauern präsentiere. Das halte ich nicht für eine gute Arbeitsauffassung", so Blasberg gegenüber DWDL.de.

    "Damals als ich bei ProSieben war, stand ich 100 Prozent hinter 'Popstars' und habe manchmal sogar ein paar Tränchen verdrückt, weil es so rührend war. Bei Giulia Siegel weine ich heute auch - aber aus anderem Grund. So etwas würde ich nie programmieren", kritisiert Blasberg. "Ich will jedenfalls abends nach Hause fahren und wissen, dass mein Nachbar neidisch auf mich ist, weil ich beim Fernsehen arbeite. Und ich will dabei nicht peinlich berührt sein."

    Bei solchen Formaten wundere es ihn nicht, dass man Werbekunden "mit immer größeren Rabatten ködert, damit sie überhaupt noch bei einem neuen Format buchen, dessen Qualität und Reichweite sie nicht kennen und inzwischen oft fürchten", so der Tele 5-Chef, der für 2010 mehr Hollywood-Blockbuster und einen neuen Serienabend am Montag ankündigt. Blasberg: "Ein bis zweimal im Monat wollen wir dann unsere Marktanteile explodieren lassen."

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Thomas Lückerath
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