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neues deutschland: Familienfreundlichere Arbeitszeiten: Auf dem Weg zur Flexibilität

Berlin (ots) - Eine Ministerin muss tun, was eine Ministerin tun muss - im Gespräch bleiben. Dieses Motto scheint sich die neue Verantwortliche für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig (SPD), zu Herzen genommen zu haben. Gerade seit vier Wochen im Amt, hat sie bereits mit zwei kontroversen Themen mediale Aufmerksamkeit generiert. Nach der vorweihnachtlichen Debatte um die Ex-
tremismusklausel folgte am Freitag der Vorstoß in Sachen mehr Geld für Eltern. Nur noch 32 Stunden sollten Mütter und Väter kleiner Kinder arbeiten müssen - bei staatlichem Lohnausgleich, so lautet die Schwesigsche Vision. Leider wird sie wohl nicht mehr als eine Vision bleiben, denn so weit ist die Gesellschaft noch lange nicht. Flexible Arbeitszeiten sind zwar prinzipiell in fast jedem Unternehmen möglich; oft bezieht sich das Flexible daran aber nur darauf, dass die Untergebenen ihren Chefs möglichst jederzeit zur Verfügung stehen müssen. Das aber können viele Mütter und Väter angesichts deutlich unflexiblerer Kita- und Schulhortöffnungszeiten meist nicht leisten. So bleibt ihnen weiter nur die Option auf Teilzeit - mit finanziellen Einbußen, die sich bis zur Rente ziehen. Dass sich das unter Schwesig ändern wird, ist kaum zu erwarten. Schon krakeelen CSU und Wirtschaft »Staatlicher Eingriff!« und schmettert jeden Vorstoß in Sachen familienfreundliche Arbeitszeiten ab. Denn die könnten ja möglicherweise die unternehmerische Flexibilität verringern.

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