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NRZ: Kommentar zu Nikolaus Brender

    Essen (ots) - Es ist ein dubioser Sieg für parteipolitischen Dünkel in öffentlichen Gremien und eine schlimme Niederlage nicht nur für ZDF-Intendant Markus Schächter. Die Entscheidung des unionsdominierten Verwaltungsrats des Senders, den Vertrag mit ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender entgegen Schächters Ansinnen nicht zu verlängern, beschädigt den öffentlichen-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich. Selten ist staatliche Einflussnahme bei einem Sender so deutlich geworden. Der fatale Beschluss konterkariert alle von Politikern sonst auf Medienforen immer gerne geäußerten Bekenntnisse zu Staatsferne im Rundfunk, zu journalistischer Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit. Der jüngst wegen seiner "vorbildhaften, journalistischen Haltung" ausgezeichnete Brender muss gehen - dieses Signal ist verheerend, auch für die gebührenzahlenden Zuschauer, die Anspruch auf unbeeinflusste Berichterstattung haben.

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