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Westfalenpost: Nationale Mission
Kommentar von Harald Ries zur Stiftung Warentest

Hagen (ots) - Was typisch deutsch ist? Neben dem Nachsinnen über eben diese Frage? Die vielen Brot- und Wurstsorten, das Bier und die Liebe zum Wald, Baumärkte und Ingenieursleistungen. Und an was glaubt unser zunehmend gottesfernes Volk, seit es die D-Mark nicht mehr gibt? An Fußball und den Uralt-Abkanzler aus Hamburg. Und natürlich an die Stiftung Warentest. Man könnte irgendeine elektrische Zahnbürste kaufen. Die billigste, die bunteste oder die Marke, die man immer kauft. Aber das tun wir nicht. Wir blättern beim Arzt-Besuch das "Test"-Heft im Wartezimmer durch. Weil wir das Beste wollen oder zumindest das beste Preis-Leistungsverhältnis, aber zu geizig sind, das Magazin zu abonnieren. Und damit oder mit dem Ausweichen auf Bewertungen in kosten- und ahnungslosen Internetforen gefährden wir den Verbraucherschutz, den Exportrekord und unsere nationale Identität. Für nichts Geringeres steht die Stiftung Warentest: Sie schafft Sicherheit für Kunden. Sie hat, oft gegen den Widerstand der Anbieter, Produkte auf ein Qualitätsniveau gehoben, das sie weltweit begehrt macht. Und es entspricht unserem Charakter, so lange Kleinigkeiten zu bemäkeln, bis alles perfekt funktioniert. Das werden wir nie erreichen, aber die Arbeit daran ist unsere Mission. Dafür vielen Dank, liebe Stiftung. Und bitte weiter so!

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