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Westfalenpost: Hand aufs Herz
Kommentar zum Thema Flüchtlinge in den Weihnachtspredigten von Rudi Pistilli

Hagen (ots) - Hand aufs Herz: Welcher Steuerzahler befürchtet nicht, dass er angesichts der Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten noch tiefer in den Geldbeutel greifen muss? Wer bangt im Hinblick auf die zunehmende Zahl von Fremden nicht um "gute, alte Traditionen", gar um die eigene Kultur? Hand aufs Herz! An Heiligabend ist es an der Zeit, sich über mitmenschlichen Umgang Gedanken zu machen. Gedanken, ob Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal von Flüchtlingen aus Syrien, dem Irak oder Somalia christlichen Werten entspricht. Es ist ein Gebot der Stunde, die Augen zu öffnen, Angst und Distanz anderen gegenüber durch Offenheit zu besiegen. Zu ächten gilt es die herzlosen Schwarzmaler, die sich mit Bürokraten in den Haaren liegen, wer denn per geografischer Koordinaten als Kriegs- oder Wirtschaftsflüchtling gilt, wer Unterstützung bekommt und wer nicht. Sie sind ein Verrat an der eigenen Geschichte, der Geschichte von Umsiedlung und Vertreibung in Europa. Dass evangelische und katholische Bischöfe zum dritten Mal in Folge die Flüchtlingsproblematik in den Mittelpunkt ihrer Weihnachtspredigten stellen, spricht für sich. Sie werden erzählen von Kindern, die im Stall geboren werden oder im Luftschutzkeller - und von Taten, die Herzen erwärmen.

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