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Westfalenpost: Betteln um Bürgschaften Autoindustrie braucht Staatshilfe

    Hagen (ots) - Von Wilfried Goebels

    Der Ruf nach Staatshilfe wird immer lauter: Erst das 500 Milliarden-Hilfspaket für die Banken, nun eine Bürgschaft in Milliardenhöhe für die angeschlagene Autoindustrie. Dass ausgerechnet die Großverdiener der vergangenen Jahre kleinlaut beim Staat um Hilfe bitten, stellt den Managern sicher kein gutes Zeugnis aus. Bund und Länder haben angesichts der dramatischen Krise der Autoindustrie kaum eine Alternative zu Bürgschaften. Der drohende Abbau der Arbeitsplätze bleibt die Achillesferse der Politik, der Konkurs eines Konzerns wie Opel muss verhindert werden - koste es, was es wolle. Schließlich hängt die Existenz Hunderter Zuliefer-Betriebe am Überleben der Autobauer. Wenn die Bänder still stehen, gehen nicht nur dort die Lichter aus. Doch was folgt, wenn der Staat ins Risiko geht? Welcher Autokonzern klopft danach um eine Bürgschaft an? Ist es ordnungspolitisch vertretbar, dass Milliardengewinne privatisiert, Risiken und Verluste aber von der Gemeinschaft getragen werden sollen? Die Absatzpotenziale für Luxusautos sind weltweit vorhanden. Aber das Normalauto der Zukunft wird klein, sparsam und ökologisch sein müssen - den Trend haben die Autobosse lange verschlafen.

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