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Neue OZ: Gespräche mit Joachim Poß, SPD-Finanzexperte und Anton Hofreiter, Grünen-Fraktionschef

Osnabrück (ots)

SPD-Politiker Poß: Wenn Hoeneß Anstand hätte, müsste er gehen

Entschuldigung bei den Fans verlangt - Grünen-Fraktionschef Hofreiter sieht höchste Zeit für Rücktritt des Bayern-Präsidenten

Osnabrück.- Führende Politiker der SPD und der Grünen haben nach den spektakulären Enthüllungen im Steuerprozess gegen Uli Hoeneß dem Fußballfunktionär den Rücktritt vom Amt des Aufsichtsratschefs beim FC Bayern nahegelegt. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) erklärte SPD-Finanzexperte Joachim Poß: "Wenn Hoeneß den Anstand hätte, den er für sich reklamiert, müsste er jetzt gehen." Kritik übte Poß auch an den Führungskräften der deutschen Wirtschaft im prominent besetzten Aufsichtsrat des Fußballclubs, die seit Bekanntwerden der Vorwürfe vor einem Jahr an Hoeneß festhielten. "Es geht hier um Steuerkriminalität. Und jetzt steht fest, dass Hoeneß Unterlagen zurückgehalten hat. Es muss Schluss sein mit Verharmlosung", warnte Poß. Er warf Hoeneß vor, seine Fans wie auch die Aufsichtsräte vorsätzlich getäuscht zu haben und sich über das geltende Recht zu stellen. Die Fans, die noch immer zu dem Bayern-Präsidenten stünden, müssten sich betrogen fühlen. Es sei an der Zeit, dass Hoeneß von sich aus Konsequenzen ziehe und sich bei seinen Fans entschuldige.

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Spätestens jetzt ist es Zeit, sein öffentliches Amt beim FC Bayern München niederzulegen. Die Vorbildfunktion des Sports ist durch Hoeneß bereits stark beschädigt."

Zuvor war bekannt geworden, dass die Steuerschuld von Hoeneß nach Aussage einer Steuerfahnderin vor dem Münchner Landgericht noch höher liegt als vom Bayern-Präsidenten eingeräumt. Demnach schuldet Hoeneß dem Fiskus mindestens 23,7 Millionen Euro und nicht 18,5 Millionen, wie er erklärt hatte.

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