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Neue OZ: Gespräch mit Anke Voss, stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Rentenberater

Osnabrück (ots) - Mütterrente: Geschiedenen Frauen droht hälftiger Abschlag

Laut Rentenberatern können Hunderttausende Väter bei neu berechnetem Versorgungsausgleich profitieren

Osnabrück.- Die Mütterrente kommt auch Hunderttausenden Männern zugute. In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte die stellvertretende Vorsitzende des Bundesverbandes der Rentenberater, Anke Voss, geschiedene Väter von vor dem Jahr 1992 geborenen Kindern könnten beim Familiengericht die Änderung des Versorgungsausgleichs beantragen. Grund sei, dass die Rente ihrer Ex-Frauen steige.

Grundsätzlich müssten in der Ehezeit erworbene Rentenanwartschaften hälftig unter den Ex-Partnern geteilt werden, erklärte Voss. Das gelte auch beim Inkrafttreten der Mütterrente im Sommer. Da sie dann für jedes Kind monatlich 28,14 Euro (West) beziehungsweise knapp 26 Euro (Ost) zusätzlich erhalten sollen, stünden geschiedenen Ehemännern pro Kind gut 14 Euro (West) und circa 13 Euro (Ost) zu.

Voss riet Vätern allerdings dazu, einen solchen Schritt "nicht ins Blaue hinein zu tun". Das Gericht prüfe das Versorgungsausgleichsverfahren dann insgesamt neu. Dies könne dazu führen, dass andere Umstände sich negativ für den Antragsteller auswirkten, warnte die Expertin. Für Personen, die derzeit mit einer Scheidung befasst sind, könne es "ratsam sein, die Verfahren bis zum Inkrafttreten der Neuregelung auszusetzen", sagte Voss.

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