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Neue OZ: Kommentar zu Tanzszene/Sasha Waltz

Osnabrück (ots) - Neues Gewicht für den Tanz?

Welches größere Berliner Haus Sasha Waltz wohl im Auge hat - das ist die spannende Frage der nächsten Zeit. Nicht nur für die Choreografin und ihre Compagnie, sondern auch für die deutsche Tanzszene insgesamt. Denn Waltz' gleichberechtigte Leitung der Berliner Schaubühne mit Schauspielchef Thomas Ostermeier von 1999 bis 2005 war zum Modellfall geworden: für die Träume ehrgeiziger Tanzensembles nach struktureller Gleichberechtigung und künstlerischer Autonomie innerhalb eines subventionierten Theaters.

Sasha Waltz hatte damals den riesigen, auch finanziellen Erfolg beim Publikum, um Machtkämpfe ausfechten zu können. Die meisten anderen Stadttheater-Compagnien sind zu klein dazu. Wenn also eine große Berliner Bühne Waltz wieder als Co-Leiterin akzeptieren würde, wäre das ein gewaltiges Hoffnungssignal für alle festen Tanzensembles. Aber auch ein eigenes großes Haus allein für den Tanz würde einer häufig immer noch verkannten Kunst neues institutionelles Gewicht verleihen.

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