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Neue OZ: Kommentar zu Musik
Festivals

Osnabrück (ots) - Es lebt die Vielfalt

Die hehre Kunst allein genügt nicht mehr als Festivalmotto. Dazu ist die Konkurrenz zu groß geworden. Heute muss ein Veranstalter anders punkten. Weniger wegen des Publikums: Von einem guten Ruf lässt es sich da lange zehren. Anders ist es mit Sponsoren. Die brauchen den großen Künstler, das Event, mit dem sie ihren Namen verknüpfen können.

Das gilt besonders im Bereich der Alten Musik. Durch zähe Arbeit und viele Festivals hat sich nämlich ein Teil ihrer Mission erfüllt: Die Freaks, die vor ein paar Jahrzehnten begannen, dem Originalklang hinterherzuspüren, sind in der Mitte des Konzertlebens angekommen. Ein janusköpfiger Erfolg: Denn damit machen sich die Spezialfestivals ein Stück weit überflüssig.

Auf diese Entwicklung hat Herbert Vieth längst reagiert. Für Flamenco-Abende lässt er Fabrikhallen leer räumen, Bach wird auf dem Bandoneon interpretiert, die Grenze zu Jazz und Pop wird gesucht, um sie zu überschreiten. Alte Musik allein genügt nicht mehr; heute lebt ein Festival von der Vielfalt.

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