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Neue OZ: Kommentar zu Kultur
Theater
Bremen

Osnabrück (ots) - Peinliche Panne

Nun auch das noch, möchte man aufstöhnen. Einem Manager und nicht einem Künstler die Geschicke eines Theaters anzuvertrauen hat sich im Fall Bremen als verhängnisvoll erwiesen. Dabei sollte und wollte doch gerade der Sparkommissar Hans-Joachim Frey mit deutlich weniger Geld als sein Vorgänger spannendes Theater machen.

Die Politik ist eines Besseren belehrt worden und sollte es sich merken: Ein Manager ist mitnichten Garantie dafür, dass Bühnen sparsamer und transparenter geführt werden. Eher der künstlerische Profi als der Verwaltungsmann ist in der Lage, aufgrund seiner Kontakte und sicheren Einschätzungen einen Spielplan finanziell schlank zum Erfolg zu führen. Peinlich, dass ausgerechnet in der Ära Frey nun auch noch falsch gerechnet worden ist. Und zum Riesen-Flop von Musical- und Opernprojekten nun auch noch jede Menge verschlampter Personalkosten hinzukommen. Hoffentlich schädigt diese Panne nicht das Ansehen der Theater, sondern einer Kulturpolitik, die dafür letztlich verantwortlich ist.

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