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Osnabrück (ots) - Nordische Film-Blamage

Da haben sich die Lübecker hübsch blamiert: Vor vier Jahren haben die Nordischen Filmtage viel Geld in die Hand bekommen, um mit einem Filmpreis das Image des Küstenkinos zu fördern. Und kaum sind die ersten Auszeichnungen vergeben, reicht das Geld nicht mehr.

Was wurde da überhaupt ausgezeichnet - und warum? Unter den letzten Prämierten waren Breloers "Buddenbrooks" und Akins "Soul Kitchen" - zwei Filme, die auch ohne den Preis viel Aufmerksamkeit genossen haben. Man wird den Verdacht nicht los: Hier sollte nicht der Preis den Ruhm des Kinos mehren, sondern die Filme den Ruhm der Region - indem vor rund 800 geladenen Gästen feierlich vermeldet wurde: Thomas Buddenbrook, Fatih Akin - beides Norddeutsche!

Was ginge verloren, wenn der Preis gestrichen würde? Der Branche mit den 75 000 Euro Preisgeld nicht viel. Da wiegen die verbleibenden 45 000 Euro fast schwerer, die für Organisation und Party draufgegangen sind. Vor allem geht nun die Image-Kampagne nach hinten los: Statt als Filmregion steht Schleswig-Holstein einmal mehr als Arme-Schlucker-Land da.

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