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Neue OZ: Kommentar zu Atom
Energie

Osnabrück (ots) - Protest trotzen

Die schwarz-gelbe Regierung ist in der Atompolitik gespalten. CDU-Umweltminister Röttgen und FDP-Wirtschaftsminister Brüderle schaffen es gar, gemeinsam vor laufenden Kameras aus demselben Regierungsgutachten zwei völlig unterschiedliche Energiekonzepte herauszulesen.

Vor allem Röttgen erweckt ein wenig den Eindruck, als wäre er im Herzen Vorsitzender einer grünen Ortsgruppe. Es wird daher höchste Zeit, dass Kanzlerin Merkel bei ihrem Energiegipfel den Streit beendet und den exakten Umfang der Laufzeitverlängerung beschließt, mindestens zehn Jahre. Deutschland benötigt eine sichere, verlässliche und bezahlbare Stromversorgung. Solange regenerative Energien die Versorgungslücke nicht zu vertretbaren Kosten schließen können, muss die Nukleartechnik als Brückentechnologie genutzt werden. Denn erprobte Atomkraftwerke im Inland abzuschalten, um anschließend Nuklearstrom aus dem Ausland einzukaufen, ist ein wirtschaftspolitischer Irrweg.

Hier sollte Merkel dem Protest von Opposition und Anti-Atom-Bewegung trotzen. Es muss einen verantwortbaren Wechsel ins erneuerbare Zeitalter geben. Sollten technische Innovationen einen schnelleren Ausstieg erlauben, was heute niemand ausschließen kann, gehört die Laufzeitverlängerung wieder überprüft - aber auch nur dann!

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