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Neue OZ: Kommentar zu Österreich
Festspiele
Flimm

Osnabrück (ots) - Was soll Salzburg ohne Spitzenkunst?

Jürgen Flimm schickt ein paar Sonnenstrahlen ins kleine Stadttheater: Welcher Intendant möchte nicht ein Haus vom Stellenwert der Salzburger Festspiele leiten? Aber er hat ja recht. Natürlich ist das eine so wichtig wie das andere; nicht umsonst sprechen Künstler gerne vom "Biotop" und von der Kulturlandschaft: Da hängt alles mit allem zusammen. Trotzdem besetzt jedes Pflänzchen seine ganz spezielle Nische.

Ein Festival vom Status der Salzburger Festspiele besetzt die der Spitzenkunst. Was sonst rechtfertigt ein solches Festival, wenn nicht herausragende künstlerische Qualität? Denn wer sonst kann es sich schon leisten, die besten Orchester, Sänger, Schauspieler und Regisseure zu verpflichten, damit sie sich für sechs Wochen im kleinen Salzburg präsentieren, bevor sie wieder in alle Welt entschweben?

Nun hält die Realität diesem Anspruch nicht immer stand. Das liegt aber keineswegs an überzogenen Ansprüchen: Wird Popularität wichtiger als Qualität, geht das auf Kosten der Kunst. Und das gilt auch für Stadt- und Staatstheater. Denn es hängt halt alles mit allem zusammen.

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