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Neue OZ: Kommentar zu Radsport
Tour de France

Osnabrück (ots) - Zweifel bleiben

Lance Armstrong geht - hoffentlich endgültig. Der siebenfache Toursieger hat nur auf der letzten Etappe auf sich aufmerksam gemacht, als er ein nicht erlaubtes Trikot mit der Startnummer 28 an den Start bringen wollte - als Symbol für 28 Millionen Krebskranke in der Welt. So löblich diese Aktion ist - dem Amerikaner nimmt man sie nicht so ohne Weiteres als Geste ehrlicher Empfindungen ab. Nicht nur hier ist Skepsis angebracht.

Armstrong wird wegen der nicht enden wollenden Dopinganschuldigungen gegen ihn weiter im Rampenlicht stehen. Dass bei der 97. Tour keiner erwischt wurde, ist bei realistischer Betrachtung nicht auf eine saubere Rundfahrt zurückzuführen. Es wäre naiv zu glauben, das Rennen hätte sich zu einer Tour der Saubermänner entwickelt. Gegen den vorbelasteten Sprintgesamtsieger Petacchi wird aktuell wegen Dopings ermittelt.

Unehrenhaft war auch das Verhalten von Contador, der exakt mit jenen 39 Sekunden Vorsprung gewann, die er herausgeholt hatte, als seinem Konkurrenten Schleck auf der 15. Etappe die Kette absprang. Nicht nur diese Missachtung des Fair Play wirft einen Schatten auf die Tour. Es wird schwer sein, die Zweifel auszuräumen, dass bei der Tour alles mit rechten Dingen zugeht.

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