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Neue OZ: Kommentar zu Parteien
SPD
Schostok

Osnabrück (ots) - Stolperstart

Das war ein Stolperstart für Stefan Schostok und sein Team. Zwar verbuchte der neue SPD-Fraktionschef mit 91,5 Prozent für sich selbst ein souveränes Resultat; in der übrigen Führungsriege gab es aber eine Reihe herber Dämpfer. Dass ein Fraktionsvize und eine Arbeitskreisvorsitzende im ersten Wahlgang durchfielen und letztlich sechs von 14 Vorstandsmitgliedern unter 66 Prozent Zustimmung blieben, zeugt von erheblicher Unzufriedenheit mit dem Personal-tableau des neuen Chefs. Trotz der Ausdehnung der lukrativen Stellvertreterposten von vier auf sechs und neuer Sprecherfunktionen brachen sich Missmut und Eifersüchteleien in regelrechten Abwatsch-Aktionen Bahn.

Die SPD hat damit eine gute Gelegenheit verpasst, vor dem angestrebten Ministerpräsidenten-Wechsel in Niedersachsen Geschlossenheit zu demonstrieren. Größere Einmütigkeit bei den Personalentscheidungen hätte auch den unbedingten Willen untermauert, 2013 wieder die Macht in diesem Bundesland zu erobern. Schostok wird nun zeigen müssen, dass er als Oppositionsführer die amtierende Regierung stellen und treiben kann. Parallel dazu muss er die SPD zusammen mit Parteichef Lies inhaltlich und personell fit machen für die Machtausübung. Wie sehr es da noch hapert, haben gestern die internen Dissonanzen zu erkennen gegeben.

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