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WAZ: Stillstand beim Weltklimagipfel - In einem Boot - Leitartikel von Christopher Onkelbach

    Essen (ots) - Die Verhandlungen stecken fest. Bundeskanzlerin Merkel forderte die USA auf, ihr Angebot zu verbessern. Ebenso könnte sie China ansprechen. Am besten: beide. Auf offener Weltbühne scheinen die beiden Großmächte miteinander zu ringen. Hinter den Kulissen aber sind sie durch gemeinsame Interessen verbunden. Beobachter vermuten, dass ein Scheitern des Gipfels für beide daher keine große Sache wäre. Denn China und die USA sind wirtschaftlich eng verbandelt. Die Finanzkrise machte darauf aufmerksam, wie abhängig die US-Wirtschaft von chinesischen Investitionen ist. Nachteile durch strenge Klimavorgaben für den einen hätten auch für den anderen Folgen, so die mögliche Marschroute. Dies beleuchtet aber nur einen Teil der Wahrheit. Den Amerikanern geht es - zu Recht - um klare Regeln für die Überprüfung der vereinbarten Emissionsziele. Dagegen sträubt sich die chinesische Delegation. Dies wird einer der großen Knackpunkte bei den Abschlussverhandlungen am Freitag sein. Doch auch US-Präsident Obama weiß, dass Kopenhagen die letzte große Chance für eine weltweite Einigung ist.

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