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Neue OZ: Kommentar zu Kultur
Musik
Schumann

Osnabrück (ots)

Traumkarriere

Karrieren fußten schon im 19. Jahrhundert nicht nur auf hehrer Kunst. Paganini wurde ein Bund mit dem Teufel angedichtet, Wagner sonnte sich im Glanz des Geld- und Geburtsadels, Liszt flüchtete mit der adligen Geliebten durch halb Europa: Stoff für die Yellow Press, die es damals bereits gab, auch wenn sie nicht so hieß.

Das Ehepaar Schumann lieferte ebenfalls reichlich Stoff für Klatsch und Tratsch: Schumanns exzessives Leben und Claras früher Starruhm als Pianistin sind dabei nur die Pole, zwischen denen sich das Spannungsfeld für die in jeder Hinsicht romantische Beziehung auftut.

Der trocken-wissenschaftliche Blick hinter den romantischen Vorhang entlarvt dann aber doch manche süße Utopie. Da entpuppt sich die Traumehe als Beziehungsknast, kommt hinter dem romantischen Künstler Schumann der kleinbürgerliche Haustyrann zum Vorschein. Aber so wenig uns eine Anna Netrebko im Jogginganzug interessiert, fragen wir nach dem Robert Schumann, der knausrig das Haushaltsbuch führt. Künstlerkarrieren leben eben nicht nur von der Kunst, sondern auch von Träumen.

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