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Neue OZ: Kommentar zu Tschechien
Wahlen

Osnabrück (ots) - Götterdämmerung der Volksparteien

In Tschechien hat die Götterdämmerung eingesetzt, vor der sich in Deutschland Polit-Strategen angesichts sinkender Umfragewerte für CDU und SPD fürchten: Von zusammen 70 Prozent bei der Parlamentswahl 2006 stürzten die beiden Volksparteien an der Moldau auf 42 Prozent ab. Die Gewinner der Wahl sind junge Gruppierungen wie die Bewegung TOP 09, die sich aus dem Stand im Mitte-rechts-Lager etablieren konnten.

Offensichtlich wollten viele Wähler der bisherigen Elite nach Korruptionsskandalen, leeren Versprechungen und Machtspielchen einen Denkzettel verpassen. Zudem stimmt dieses Ergebnis mit der Einschätzung der wichtigsten Finanzakteure überein, die einer Koalition des konservativen Lagers am stärksten zutrauen, die Herausforderungen der internationalen Wirtschaftskrise zu meistern. Die Demokratische Bürgerpartei hat nun die Chance, trotz der Niederlage den nächsten Premier zu stellen. Die beiden neuen Parteien bieten sich als verlässliche Partner an. Das trifft vor allem auf den adligen TOP-09-Chef Schwarzenberg zu, der sich während seiner Zeit als Außenminister großes Ansehen erworben hat.

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