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Neue OZ: Kommentar zu Unternehmen
Karstadt

Osnabrück (ots) - Vor der Katastrophe

Am Ende eines Geschäftes erwarten sie einen satten Gewinn - das ist das Wesen von Finanzinvestoren. Deshalb werden die Forderungen von Triton an die Karstadt-Beschäftigten und -Vermieter gewaltig sein und noch weit über bereits vereinbarte Zugeständnisse hinausgehen. Weitere Filialschließungen gelten als sicher.

Für das Highstreet-Konsortium käme das einer Katastrophe gleich. Der Verbund hatte die Karstadt-Immobilien vor ein paar Jahren nur deshalb für eine Milliarden-Summe übernommen, weil er dank völlig überzogener Mietverträge viele Jahre auf satte Einnahmen hoffen konnte.

Highstreet hat ein hohes Interesse daran, dass die Mieteinnahmen für die Immobilien weitersprudeln. Das funktioniert nur, wenn möglichst viele Karstadt-Häuser erhalten bleiben. Ohne Karstadt als Mieter sind die Häuser nahezu wertlos. Eine alternative Nutzung der gewaltigen Bauten und riesigen Flächen ist kaum denkbar. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass das Highstreet-Konsortium mit der Goldman Sachs Bank an der Spitze jetzt ein eigenes Gebot für Karstadt abgeben wird. Nur so können sie die Bedingungen für die Zukunft von Karstadt selbst diktieren. Für Tausende Beschäftigte und ihre Arbeitsplätze wäre das Highstreet-Konsortium als künftiger Eigner in jedem Fall die bessere Alternative.

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