Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Arbeit
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Osnabrück (ots) - Vernunft gewinnt Erstaunlich, zu welch diplomatischen Leistungen so eine Wirtschaftskrise die Menschen bringen kann. Schon der Auftakt der Metall-Tarifverhandlungen hatte sich sehr vom Üblichen abgesetzt: keine Drohgebärden, keine Anfeindungen aus Prinzip - nur die Feststellung, dass die Lage eine besondere sei. Dieser Trend zur Vernunft sorgte für einen angenehm sachlichen Umgangston - und jetzt kann sich zudem der Abschluss sehen lassen. Er stellt völlig zu Recht die Sicherung von Arbeitsplätzen in den Vordergrund. Denn dass der Aufschwung kommen wird, stellt niemand infrage, es geht bloß um den Weg dorthin. Und auf dem ist diese Lösung die günstigste - auch wenn der Staat mit dem Kurzarbeiter-Geld schon lange kräftig zubuttert. Wenn die Metaller in Massen entlassen würden, wäre das nämlich viel teurer. Mit dem jetzigen Konzept werden die Kosten für den langen Weg aus der Auftragsflaute breiter verteilt. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und der Staat tragen alle ihren Teil bei. Allerdings hat die Regierung schon deutlich gemacht, wo ihre Grenze liegt: Auf die Sozialbeiträge für den Lohnausgleich bei einer möglichen tariflichen Arbeitszeitverkürzung will sie nicht verzichten. Der Wermutstropfen im allgemeinen Tarifabschluss-Jubel: Es läuft wohl auf Nachverhandlungen hinaus. Pressekontakt: Neue Osnabrücker Zeitung Redaktion Telefon: 0541/310 207 Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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