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Neue OZ: Kommentar zu Atomenergie
Röttgen

    Osnabrück (ots) - Röttgen hält Kurs

    Die Laufzeiten der Atommeiler werden verlängert, es bleibt aber bei einem absehbaren Ausstieg aus der Kernkraft: Mit diesem Vorschlag hat Umweltminister Röttgen einen interessanten Kompromiss präsentiert. Für beide Seiten ist etwas dabei: für die Befürworter der Atomkraft genauso wie für ihre Kritiker.

    Am wichtigsten aber: Langfristig hält Röttgen Kurs auf die so oft versprochene Energiewende. Das ist nur gut so: Denn unbestritten bleibt die Kernkraft mit einem tödlichen Restrisiko verbunden. Zudem stellt sie die Industriestaaten vor noch immer ungelöste gigantische Entsorgungsprobleme. Einen Ausweg bietet nur die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien.

    Da viele Millionen Wähler dies ebenso sehen, tut Röttgen auch noch etwas zur Verbesserung der CDU-Chancen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Man kann ihm das als Taktik auslegen, doch ändert das nichts an der Richtigkeit seines Kurses.

    Entscheidend ist jetzt, dass es Röttgen gelingt, feste Ausstiegstermine durchzusetzen. Auch darf nicht der Verdacht der Kungelei mit der Atomwirtschaft entstehen. Denn Geld ist nicht alles, eine sichere und zukunftsträchtige Energieversorgung zählt mehr.

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