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Neue OZ: Kommentar zu Geschichte
Bundestag

    Osnabrück (ots) - Vertrauen zurückgewinnen

    Als Schutt und Trümmer nach dem Zweiten Weltkrieg noch vielerorts das Straßenbild prägten, tagten erstmals Abgeordnete des Deutschen Bundestages in Bonn. Kaum vorstellbar, unter welch einfachen Bedingungen der politische Alltag begann.

    60 Jahre sind seither vergangen - und dieses Jubiläum verdient es, gebührend gefeiert zu werden. In dieser Zeit haben Parlamentarier die Weichen für den Rechts- und Sozialstaat, für Frieden, Freiheit und Wohlstand gestellt. Darauf kann, ja darf ein Land stolz sein, das im 20. Jahrhundert zwei Diktaturen erlebt und erlitten hat. Doch die Demokratie, die heute wie selbstverständlich wirkt, muss keineswegs dauerhaft so stabil bleiben. Daher ist es wichtig, den Blick zu schärfen für die Gefahren.

    So erscheint der Weg der Gesetzgebung vielen Bürgern als kompliziert, undurchsichtig und langsam. Das Misstrauen gegenüber Bundestagsabgeordneten und Ministern wächst, die gefühlte Entfernung zwischen Volk und Berufspolitikern nimmt zu. Der Zugriff von Lobbyisten auf die Macht steht in der Kritik. Eine schwindelerregend hohe Staatsverschuldung wirkt wie eine drückende Last. Und eine niedrige Wahlbeteiligung ist ein Indikator für Politikverdrossenheit. Hier gilt es für die Parlamentarier, wachsam zu sein und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.

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