Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Kultur
Oper
Affären

    Osnabrück (ots) - Zumutung

    In Köln entsteht eine Oper mit unerwünschter Nebenwirkung: Einige aus dem Ensemble proben offenbar den Aufstand mit dem gelben Schein. Für die Betroffenen ist es ein Fall von Notwehr. Für andere am Theater ein Zeichen für Unprofessionalität. Einige der Letzteren schießen im Namen der künstlerischen Freiheit über das Ziel hinaus. Dazu zählt Johannes Wunderlich mit seiner zynische Bemerkung nach dem Motto "Stellt euch nicht so an, beim Gosch in Düsseldorf ist es noch viel härter". Da wird der psychische Druck aufgebaut, den man sonst gern auf der Bühne anprangert.

    Sinn und Unsinn der Regieleistung von Tilman Knabe kann erst nach der "Samson et Dalila"-Premiere beurteilt werden. Die Verantwortung für das Personaldebakel hat letztlich der Intendant: Er muss das Potenzial seines Ensembles kennen. Er muss einschätzen können, ob er seinen Künstlern den extremen Inszenierungsstil Tilman Knabes zumuten kann.

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: 0541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Neue Osnabrücker Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: