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Neue OZ: Kommentar zu USA
Iran
Obama

    Osnabrück (ots) - Ballast abgeworfen

    Mit der Offerte an den Iran hat Präsident Obama weiteren Ballast der Bush-Ära abgeworfen. Diese Konsequenz aus dem gescheiterten Konfrontationskurs des Vorgängers war überfällig. Denn der hatte das Teheraner Problem-Regime nicht etwa geschwächt, sondern gestärkt.

    Statt Ausgrenzung und bedrohlichen Geschwafels von neuem Weltkrieg und der "Achse des Bösen" nun also das Gesprächsangebot aus Washington. Nichts ist gefährlicher für die Teheraner Hardliner. Und nichts aussichtsreicher für den Versuch, den Iran von gefährlichen Kernwaffen-Plänen abzuhalten.

    Obamas Angebot kann das Land aus der Außenseiterrolle herausholen und zu einem vertrauenswürdigen Partner werden lassen. Unverhandelbare Voraussetzungen dafür sind allerdings Offenheit in der Atompolitik und die Abkehr von der krass israelfeindlichen Haltung. Dass ein Ahmadinedschad beides glaubwürdig schafft, ist nicht anzunehmen. Aber mit dem US-Angebot wächst die Chance, dass er bei der bevorstehenden Wahl abgelöst wird. Und dass auch Irans wirkliche Herrscher, die Mullahs, in nüchterner Kalkulation mehr Vorteile in Kooperation als in Konfrontation sehen.

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