Neue Osnabrücker Zeitung

Neue OZ: Kommentar zu Rechtsextremismus
NPD-Verbot

    Osnabrück (ots) - Große Herausforderung

    Gesetze verschärfen, NPD verbieten, Bildung ausbauen, mehr Polizisten einstellen und allen Jugendlichen eine berufliche Perspektive bieten - solche Vorschläge kommen fast gebetsmühlenartig nach Übergriffen oder Verbrechen mit rechtsextremistischem Hintergrund. Alle haben etwas für sich, aber ein Patentrezept ist keiner. Denn so vielfältig wie die Ursachen des braunen Spuks, so verschieden sind die Gegenmittel.

    Das vielleicht Wichtigste und zugleich Schwierigste: Im Alltag Vorbild sein und Zivilcourage zeigen, um bereits den ersten Anfängen bei Kindern und Jugendlichen zu wehren. Nicht wegschauen oder weghören, wenn demokratische Werte und Spielregeln grob missachtet werden. Sonst droht eine schiefe Bahn, die am Ende gar zu einem Mordanschlag wie gegen den Passauer Polizeidirektor führen kann.

    Niemand sollte sich damit beruhigen, dass die Wahlerfolge von NPD und Republikanern äußerst gering sind. Denn auch im Raum Passau liegen beide Parteien zusammen unter zwei Prozent. Trotzdem hat sich dort die Zahl der rechtsextremistischen Straftaten in diesem Jahr auf über 80 verdoppelt. Dies zeigt exemplarisch: Der Zulauf zu den Neonazis mag noch so bescheiden sein. Aber wer dort erst einmal angekommen ist, droht inzwischen immer krimineller und brutaler zu werden.

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