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Neue OZ: Kommentar zu Kultur
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Studie

    Osnabrück (ots) - Migranten lesen genauso viel

    Jeder vierte Bundesbürger liest nie ein Buch - da staunen bekennende Leseratten und fragen sich, wie man das aushalten kann. Doch die Interessen sind verschieden. Nur die Begründung, "keine Zeit" zu haben, macht stutzig - mit Sicherheit sitzen die Nicht-Leser stattdessen zumindest zeitweise vor dem Fernsehapparat.

    Wie dem auch sei, die wirklich spannende Nachricht liefern die Befragten mit Migrationshintergrund. Migranten leben nicht pauschal bildungsfern und lesefaul, wie es das weit verbreitete Vorurteil will. Staatssekretär Andreas Storms einprägsame Wortschöpfung einer "neuen Lese-Mittelschicht" könnte da zu neuem Respekt beitragen.

    Frauen greifen deutlich mehr zum Buch als Männer - hier wird es brenzlig mit den Schlussfolgerungen. Denn Lektüre ist nicht nur etwas für Weicheier und Couchpotatoes - sie bildet auch enorm und ganz nebenbei, auch was Wortschatz und Sprachbeherrschung anbelangt. Also, Herren der Schöpfung, ruhigen Gewissens mal ein Lesestündchen einlegen.

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