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WAZ: Abi-Chaos - Folge 2 - Kommentar von Christoph Meinerz

    Essen (ots) - Endlich hat die nordrhein-westfälische Schulministerin den frustrierten Abiturienten ein konkretes Angebot gemacht, wie abweichende Noten durch Fehler bei den Abschlussarbeiten doch noch zu korrigieren sind: Durch eine zweite Chance, dem Neuschreiben der Abiturklausur.

        Wenn sich beweisen lässt, dass die Schüler nie auf den Stoff,
aus dem die zentralen Prüfungen gestrickt wurden, vorbereitet worden
sind. Es wäre der einzig "saubere" Weg, und doch ist damit schon das
nächste "Abi-Chaos" programmiert. Denn das Angebot kommt reichlich
spät.

      Eine Überprüfung der Unterrichtsinhalte erfordert Zeit. Die
meisten Schulen haben aber schon für die kommenden Tage die
Nachprüfungstermine festgelegt - die hinfällig sind, wenn die
Abiturklausur neu geschrieben wird. Die Schulen benötigen umgehend
klare Vorgaben, wie dieses logistische Problem zu lösen ist.

      Lässt sich nachweisen, dass Schüler tatsächlich nicht auf die
Abituraufgaben vorbereitet wurden, stehen die Schuldigen jetzt schon
fest: Weil es Pflichtstoff war, sind es die Lehrer, nicht die
Experten aus dem Ministerium.

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